Wissen über Gold

Wissen über Gold

Gold gilt seit vielen tausend Jahren nicht nur wegen seiner außergewöhnlich leuchtend-gelben Farbe als beliebtes und wertvolles Edelmetall. Auch seine typischen Eigenschaften weisen einige Besonderheiten auf.

Physikalische Eigenschaften

Gold weist viele unterschiedliche Eigenschaften auf. Dadurch lässt das Edelmetall zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten zu. Es besteht aus nur einem stabilen Isotop und zählt damit zu den Reinelementen. Es ist ein Schwermetall und weist daher eine hohe Dichte auf. Das bedeutet, dass seine Masse bei relativ kleinem Volumen vergleichsweise hoch ist. Verglichen mit Marmor wäre das siebenfache Volumen nötig, um das gleiche Gewicht zu erreichen. Es ist darüber hinaus ein sehr elastisches Metall. Aus diesem Grund wird es gerne als Werkstoff für die Goldschmiedekunst und in der Elektroindustrie genutzt. So reicht bereits ein einzelnes Gramm aus, um einen drei Kilometer langen Draht herzustellen. Es wird zudem zu dünnen Folien verarbeitet, zum sogenannten Blattgold. Das Verfahren basiert auf der Eigenschaft, dass es sich unter Belastung verformt, ohne dabei beschädigt zu werden.

In der nachfolgenden Tabelle haben wir für Sie die wichtigsten Eigenschaften des Edelmetalls Gold zusammengefasst:

Quelle: MAIESTAS Vermögensmanagement AG / Sebastian Weißschnur

Chemische Eigenschaften

Gold steht mit den beiden Buchstaben „Au“ (aus dem Lateinischen „Aurum“) und der Ordnungszahl 79 als chemisches Symbol im Periodensystem. Es ist im Vergleich zu anderen Elementen weitaus beständiger und ein sehr edles und korrosionsresistentes Metall. Luft, Wasser und Säuren können es nicht angreifen. Allerdings gibt es chemische Verbindungen, die es auflösen können. Dies sind Chlor, Cyanide, Quecksilber, Selensäuren, Huminsäuren und ein Gemisch aus Salk- und Salpetersäure – das sogenannte Königswasser. Gold ist für die Weiterverarbeitung oft zu weich. Deshalb wird es im Rahmen einer Legierung mit anderen Metallen (z.B. Kupfer, Palladium oder auch Silber) vermischt. Dadurch verändern sich seine chemischen und physikalischen Eigenschaften. Die Bezeichnung „Karat“ beschreibt hierbei die Menge des Goldgehaltes, wobei 24 Karat reinem Gold entsprechen.

 

Entstehung von Gold

Die älteste Methode der Goldgewinnung ist das Waschen des Edelmetalls. Allerdings löst das Mischen von goldhaltigem Sand und zerkleinertem Gestein mit Wasser lediglich 50% der Goldbestandteile vom übrigen Schlamm und Sand. Mithilfe chemischer Verfahren wird der Goldanteil deutlich erhöht. Beispielsweise basiert das Amalgamverfahren auf der Löslichkeit von Gold durch Quecksilber. Dabei verbinden sich beide Stoffe zu einer Legierung, die unter Erhitzung auf 360 Grad Celsius nach dem Abtrennen des Amalgams und dem Verdampfen des Quecksilbers wieder reines Gold ergibt. Ist der Goldgehalt eines Erzes für dieses Verfahren nicht mehr ertragreich, so wird Gold mithilfe von Natriumcyanid unter dem Verfahren der Cyanidlaugung abgelöst. Das hieraus gewonnene Rohgold weist häufig bereits einen hohen Feingehalt von 900 auf. Soll ein noch höherer Feingehalt erreicht werden, so kommt die Chlorgasraffination und Elektrolyse zur Anwendung. Durch das Beimischen von Chlorgas werden die im Vergleich zu Gold nicht so resistenten Begleitmetalle in Chloride umgewandelt, die anschließend als Dämpfe entweichen und flüssiges Gold als Enderzeugnis zurücklassen. Dieses wird zur Weiterverarbeitung in Barren gegossen, die einen Feingehalt von 995 aufweisen. Reinstgold mit einem Feingehalt von 999,9 wird lediglich mithilfe der elektrolytischen Goldscheidung gewonnen, von der meist nur Scheideanstalten Gebrauch machen.

Warum besitzt Deutschland so viel Gold?

Deutschland besitzt 3.378 t Gold und hat damit den zweitgrößten Goldbestand der Welt. Dies entspricht etwa 68% aller Währungsreserven der Bundesrepublik (Stand 2018). Warum? Weil so viel Gold für Vertrauen in die eigenen Staatsanleihen sorgt! Hier ein kurzweiliger Film, der einige Hintergründe dazu beleuchtet:

Quelle: Tagesschau #kurzerklärt: Warum besitzt Deutschland so viel Gold?

2015 wurden 110 Tonnen aus Paris und 100 Tonnen aus New York nach Frankfurt verlagert. Das im Jahr 2013 vorgestellte Lagerstellenkonzept sieht vor, dass die Bundesbank ab 2020 die Hälfte der deutschen Goldreserven in eigenen Tresoren in Frankfurt am Main lagert. Dazu sollen schrittweise 300 Tonnen Gold aus New York und die gesamten 374 Tonnen Gold aus Paris nach Frankfurt am Main verlagert werden. Seit Beginn der Verlagerungen im Jahr 2013 wurden insgesamt 367 Tonnen Gold nach Frankfurt am Main gebracht, davon 177 Tonnen aus Paris und 190 Tonnen aus New York. Das entspricht etwa 54,5 Prozent der zu verlagernden Menge (Stand 31.12.2015).

Für den Krisenfall lagert aktuell fast die Hälfte der deutschen Goldvorkommen im Ausland, insbesondere in New York und in London.

 

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